Internationale Anerkennung des akkreditierten EVS-Labors

Mit dem Erhalt des ILAC-MRA-Zeichens wurde das EVS-Labor nun auch international als akkreditiertes Labor anerkannt, das für Auftraggeber Prüfungen und Untersuchungen durchführen kann.

 

Neben der bereits etablierten Abwasser- und Klärschlammanalytik werden in jüngster Zeit zunehmend Trinkwasser- und Bioabfalluntersuchungen beauftragt. Mit seinem breiten, an die aktuelle Nachfrage angepassten Dienstleistungsspektrum sichert das Labor seine Wettbewerbsfähigkeit auf dem freien Analytikmarkt.

 

In der Folge wächst der über die EVS-Gesellschaft für Service im Abwasserbereich mbH (EVS-SAB GmbH) betreute Kundenstamm stetig. So ist die Trinkwasser-Qualitätsüberwachung des EVS beispielsweise eine feste Adresse für Hotels, Schulen, Altenheime und Schwimmbäder. Dass sich der Aufwand der Akkreditierung gelohnt hat, zeigt darüber hinaus die enge Zusammenarbeit mit dem "energis"-Labor, von dem die SAB ebenfalls regelmäßig Aufträge erhält. Auch als anerkanntes Prüflabor der "Gütegemeinschaft Kompost" garantiert das EVS-Labor Auftraggebern wie Endkunden Qualitätssicherung auf höchstem Niveau.

Insgesamt bringt die engagierte Akquisition externer Aufträge dem EVS erhebliche Kostendeckungsbeiträge für seinen Geschäftsbereich "Qualitätsüberwachung".

Zuviel Bürokratie im Verband?

Arbeitsgruppen erschließen Optimierungspotentiale

 

Als erstes greifbares Ergebnis einer längerfristig angelegten Weiterbildungs-Kampagne für die  Führungskräfte des Verbandes haben diese jetzt ein breites Spektrum von Maßnahmen präsentiert, die eine Reduzierung bürokratischer Abläufe innerhalb des Verbandes zum Ziel haben. Die Kombination aus Erfahrungsschatz und kritischer Beobachtungsgabe der TeilnehmerInnen einerseits und aktuellen Ergebnisfindungs- und Moderations-Methoden andererseits bildeten eine gute Grundlage, konkrete Handlungsvorschläge zur praxisorientierten Optimierung interner Abläufe zu formulieren.

"Abfall-Forum" voller Erfolg

v.li.n.re.: A. Klug, parl. Staatssekretärin im BMU, die EVS-Geschäftsführer K. H. Ecker und Dr. H. Gisch, Prof. F. Baur, IZES, u. Umweltminister S. Mörsdorf
Besucherrekord: Rund 190 Gäste konnten zur Veranstaltung begrüßt werden

Das diesjährige "Abfall-Forum" des EVS am 6. Dezember im Europäischen Bildungszentrum Otzenhausen verzeichnete einen Besucherrekord: Rund 190 Vertreter aus allen Bereichen der kommunalen wie der privaten Abfallwirtschaft waren ins Europäische Bildungszentrum Otzenhausen gekommen, um sich über neue Entwicklungen ihrer Branche zu informieren und eigene Erfahrungen mit Fachleuten unterschiedlichster Kompetenzbereiche zu diskutieren.

 

Auf dem Programm, das in bewährter Weise in Kooperation mit dem Institut für ZukunftsEnergieSysteme (IZES) an der Hochschule für Technik und Wirtschaft entwickelt wurde, standen überregionale wie saarlandspezifische Themen.

 

Als externe ReferentInnen konnten neben der Parlamentarischen Staatssekretärin im Bundes-Umweltministerium, Astrid Klug, und dem saarländischen Umweltminister Stefan Mörsdorf der Vorstand der Stiftung Elektro-Altgeräte Register (EAR), Hartmut Theusner, Dipl.-Ing. Gerold Hafner von der Universität Stuttgart, Wolfgang Würz, Leiter der Abteilung Entsorgungslogistik beim Eigenbetrieb Abfallwirtschaft Stuttgart, und Professor Frank Baur von IZES gewonnen werden . Für das EVS-Abfallmanagement referierten Monika Bitz und Ralph Kien zu den Schwerpunktthemen "Entsorgung von Elektro-Altgeräten" und "Wertstoffhofkonzept fürs Saarland".

 

Die Vorträge stehen in Kürze unter www.entsorgungsverband.de (Infomaterial...) zum Download bereit.

EVS als Motor der Bauwirtschaft: Rekordinvest in 2006

Die Kläranlage Jägersfreude wird komplett saniert
Im März in Betrieb genommen: die Kläranlage Oberesch

Im Jahr 2006 wurde soviel in die Abwasserreinigung investiert wie noch nie zuvor. Rund 100 Millionen Euro werden bis Ende des Jahres vom EVS an die saarländische Bauwirtschaft sowie zahlreiche Ingenieurbüros geflossen sein.

 

Für das nächste Jahr wird mit einem ähnlichen Volumen gerechnet. Hauptgrund für den regelrechten Bauboom, der sich auch in den nächsten zwei bis drei Jahren noch fortsetzen wird, ist eine EU-Richtlinie, die die fristgerechte Realisierung eines flächendeckenden Netzes von Abwasseranlagen einfordert. Daneben werden aktuell aber auch einige große Abwasseranlagen bereits wieder komplett saniert, da sie den aktuellen Anforderungen an eine moderne Abwasserreinigung nicht mehr entsprechen.

Die Membran-Kläranlage während der Bauphase

Erste kommunale Membran-Kläranlage für das Saarland fertig gestellt

In der Gemeinde Wallerfangen erfolgt im Dezember die Abnahme der ersten kommunalen Membran-Kläranlage des Entsorgungsverbandes Saar. Die Kläranlage reinigt derzeit das Abwasser aus der Ortschaft Leidingen; auch der Anschluss von Ihn soll im Dezember 2006 erfolgen.

 

Membrantechnik ist insbesondere dann empfehlenswert, wenn die Abwässer bis hin zur Brauchwasserqualität gereinigt werden sollen. In den aktuellen EU-Richtlinien sind bereits entsprechende Zielvorstellungen für die Abwasserreinigung formuliert, was auch den Ausschlag für eine Kofinanzierung aus EU- und Landesmitteln gab.

 

Der EVS wird die Ergebnisse aus dem Pilotprojekt in Wallerfangen dazu nutzen, die Einsatzfähigkeit des Membran-Verfahrens sowohl im Rahmen von Neubauten als auch im Hinblick auf kurzfristig umsetzbare Sanierungen und Optimierungen zu prüfen.

 

Die Investitionskosten für die Membran-Kläranlage in Wallerfangen liegen bei rund 2 Millionen Euro, wobei rund 370.000 Euro aus EU- und 745.000 Euro aus Landesmitteln finanziert werden.