Kroatien befindet sich derzeit in einem grundlegenden Wandlungs- und Reformprozess. Dies vor allem vor dem Hintergrund eines erhofften EU-Beitritts, den man für die Zeit ab 2009 erwartet. Dieser Anpassungsprozess an in der EU übliche Normen und Standards umfasst nahezu alle Lebensbereiche, insbesondere aber die Bereiche, wo staatliche Normen und Rechtsrahmen besonders bedeutend sind – etwa in der Umweltpolitik.
Entsprechend hat in jüngster Zeit eine umfassende gesetzgeberische Neudefinition der kroatischen Abfallwirtschaft stattgefunden, in der den Landkreisen nach deutschem Vorbild eine Schlüsselfunktion zukommt. Nun geht es um die konkrete Umsetzung, d.h. um den Aufbau einer EU-Standards entsprechenden kroatischen Abfallwirtschaft.
Hier hat der EVS in jüngster Zeit eine wichtige Beraterrolle übernommen. Auf Einladung des kroatischen Umwelt-Staatssekretärs Dr. Nikola Ruzinski und unter Vermittlung der Balkanbeauftragten und saarländischen Abgeordneten des Europäischen Parlamentes Doris Pack haben Geschäftsführung und leitende Mitarbeiter des EVS im Rahmen eines Workshops in Zagreb die breite Themenpalette einer funktionierenden Abfallwirtschaft dargestellt und mit den kroatischen Verantwortlichen und Kollegen diskutiert. Dabei standen naturgemäß die finanziellen Fragen im Mittelpunkt - insbesondere, ob und wie durch öffentlich-private Partnerschaften die enormen finanziellen Mittel mobilisiert werden können, die für den zügigen Aufbau der notwendigen Infrastruktur (Entsorgungszentren, Behandlungsanlagen usw.) unverzichtbar sind.






Infobrief als pdf-download