In der Verbandsversammlung vom 29. April wurden die Wirtschaftspläne des EVS mit eindeutiger Mehrheit verabschiedet. Mit großem Engagement hatten die EVS-Geschäftsführer Karl Heinz Ecker und Dr. Heribert Gisch im Vorfeld der Entscheidung in den kommunalen Räten Hintergründe und Zusammenhänge erläutert. So fand dann auch die nötige Gebührenerhöhung für die Abwasserreinigung und die Abfallentsorgung große Akzeptanz. Für die Abwasserreinigung bezahlt ein vierköpfiger Haushalt im Jahr 2008 nun im Schnitt 2,05 Euro monatlich mehr (5,5%), für die vierzehntägige Leerung der 120-Liter-Tonne 1,02 Euro mehr (8%).
Eine klare Absage erteilten die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister mancherorts laut gewordenen Forderungen nach einer anderen Struktur für die Abwasser- und Abfallentsorgung.
In einer Resolution, die einstimmig auf den Weg gebracht wurde, wurde dies deutlich gemacht:
Resolution der Verbandsversammlung
29. April 2008
Die Verbandsversammlung widerspricht entschieden allen Überlegungen, die derzeitige Verbandsstruktur des EVS zu zerschlagen. Es ist in keiner Weise ersichtlich, dass solche Änderungen in irgendeiner Art und Weise Effizienzsteigerungen oder Strukturstraffungen bewirken könnten. Im Gegenteil: eine Atomisierung der saarländischen Abfall- und Abwasserwirtschaft wäre zu befürchten, mit entsprechenden Folgen für die Kosten- und Organisationsstruktur. Dies hätte vor allem für die kleineren Gemeinden dramatische Folgen.
Vielmehr ist festzuhalten, dass die Kostenproblematik des EVS eindeutig den hohen Fixkosten geschuldet ist, die durch Organisationsänderungen nicht abänderbar sind.
Die Verbandsversammlung spricht sich daher klar für einen Erhalt des EVS aus.

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