1/2010

EVS stellt seit 9. März 360.000 neue Mülltonnen auf. Wichtiger Schritt zur Einführung des neuen Abfall-Gebührensystems ab 1.1.2011

Am 9. März 2010 hat der Entsorgungsverband Saar mit der Aufstellung von 360.000 neuen mit einem Identifikationschip ausgestatteten Restmüll- und Biotonnen begonnen.

 

Die aufgrund ihres Umfanges bundesweit bislang einzigartige Gefäßtausch-Aktion ist ein wesentlicher Meilenstein zur Einführung des neuen mengenbezogenen Abfall-Gebührensystems für den Restmüll, das am 1.1.2011 in den Kommunen eingeführt wird, die die Einsammlung des Abfalls über den EVS organisieren*. Bis auf St. Ingbert und Losheim, wo man sich für das Verwiegen des Mülls entschieden hat, wird auf Wunsch der jeweiligen kommunalen Räte das Leerungssystem eingeführt, bei dem die Anzahl der Leerungen starken Einfluss auf die Gebührenberechnung nimmt.

 

Die „Umtauschaktion“ – die alten Tonnen müssen ja auch wieder eingesammelt werden – ist ein echter Kraftakt. Ende Juni dieses Jahres soll die Aufstellung der neuen Müllgefäße abgeschlossen sein. Und auch die Einsammlung der alten Abfalltonnen soll zeitnah - innerhalb von 2-3 Wochen – erfolgen.

 

Die einzelnen Kommunen werden nach und nach mit den neuen Gefäßen bestückt. Der EVS bereitet die Bürgerinnen und Bürger mit jeweils drei aufeinander folgenden Anzeigen entweder im Wochenspiegel oder – wo flächendeckend im Einsatz – im Amtlichen Mitteilungsblatt darauf vor. Unter www.evs.de ist bereits der komplette Aufstellungsplan veröffentlicht. Auch die Einsammlung der Altgefäße wird in den Kommunen gezielt angekündigt.

 

Wesentlicher Grund für die Anschaffung der neuen Tonnen ist – neben der Einführung eines dann wartungsfreundlichen einheitlichen Standards - der integrierte Chip, der bei den neuen Restmülltonnen dafür sorgt, dass das Gefäß und damit die Leerungshäufigkeit bzw. das Gewicht des eingefüllten Mülls eindeutig dem Kunden zugeordnet werden kann.

Für die weiterhin 14tägige Entsorgung des Biomülls wird eine gesonderte nicht mengenbezogene Gebühr erhoben. Aus hygienischen und damit gesundheitlichen Gesichtspunkten können die Biotonnen, insbesondere in den Sommermonaten, nicht über einen längeren Zeitraum ohne Leerung bleiben. Der Chip sorgt jedoch auch hier dafür, dass nur registrierte Tonnen geleert werden.

Insgesamt können durch die Registrierung der neuen Tonnen per Chip Einnahmen in Höhe von ca. 800.000 Euro gesichert werden.

 

Die Zuordnung des Gefäßes zum Grundstück stellt ein seitlich an den Tonnen befestigter Aufkleber sicher, auf dem neben einem Strichcode die Adresse aufgebracht ist.

 

Die Immobilienbesitzer werden in der Woche vom 19.-24. April 2010 persönlich angeschrieben und um einen Abgleich der dem EVS vorliegenden Daten zu Adresse und Anzahl bzw. Größe der dort vorhandenen Gefäße gebeten.

Korrekte Kundendaten sind das A und O für die Umsetzung des neuen Gebührensystems. Daher bittet der EVS die Angeschriebenen herzlich – nicht zuletzt im eigenen Interesse – diesen Abgleich vorzunehmen und dem EVS auf jeden Fall Rückmeldung zu geben.

 

Ziel der Systemumstellung ist es, Wertstoffe aus der Grauen Tonne heraus zu halten und sie einer Wiederverwertung zuzuführen. Darüber hinaus können so die Entsorgungskosten auf den Abfallanlagen reduziert werden.

Ein flächendeckendes Netz an EVS Wertstoff-Zentren, die jeweils allen Saarländerinnen und Saarländern zugänglich sein werden, wird dafür sorgen, dass jeder Bürger seine Wertstoffe wohnortnah entsorgen kann.

 

Für den Bürger ist die Aufstellung der Tonnen das erste sichtbare Zeichen, dass sich etwas tut in Richtung Systemwechsel. Hinter den Kulissen ist man jedoch schon seit Mitte letzten Jahres an der Arbeit.

 

Künftig wird die Kundenbetreuung für die Abfallentsorgung – von Fragen zum Gebühreneinzug bis hin zu Informationen zur richtigen Mülltrennung - über das neu eingerichtete Kunden-Service-Center des EVS laufen.

Seit 1.März sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des EVS Kunden-Service-Centers im Einsatz – hoch motiviert für ihre anspruchsvolle Aufgabe.

 

*Saarbrücken, Völklingen, Merzig, Mettlach, Eppelborn, Lebach und St. Wendel organisieren die Einsammlung des Hausabfalls in eigener Regie.

EVS und ZKE bieten saarlandweit ersten Online-Verschenkmarkt. Verschenken oder tauschen statt wegwerfen

Für das Saarland gibt es seit dem 8. März einen Online-Verschenkmarkt für die rein private Nutzung. Das saarlandweite Angebot ist über www.evs-verschenkmarkt.de und www.evs.de (die neu gestalteten Internetseiten des Entsorgungsverbandes Saar lohnen ohnehin einen „Besuch“!) erreichbar. Speziell für die Saarbrücker Bürgerinnen und Bürger hat der Zentrale Kommunale Entsorgungsbetrieb (ZKE) einen besonderen Zugang zum Angebot über www.zke-sb.de geschaffen.

 

Die Online-Plattform ist genau das Richtige sowohl für diejenigen, die nicht mehr benötigte Gegenstände lieber zur weiteren Nutzung verschenken wollen statt sie als Abfall entsorgen zu lassen als auch für diejenigen, die genau diese Gegenstände brauchen. Möbel, Kühlschränke, Bücher und vieles mehr können so ganz leicht einen neuen Besitzer finden.

Beide Seiten - Schenkender und Beschenkter - profitieren vom neuen Internetangebot: Der eine bereitet jemandem eine Freude und hat keinen Aufwand mit der Entsorgung und der andere spart die Kosten für eine Neuanschaffung.

 

Wiederverwertung ist die beste Art des Recyclings – für die Menschen wie für die Umwelt. Deshalb passt der Internet-Verschenkmarkt auch genau ins EVS- Entsorgungskonzept: Wertstoffe aus der Grauen Tonne heraus halten und sie entweder über die Wertstoff-Zentren des EVS einer Wiederverwertung oder – noch besser: sie über den Internet-Verschenkmarkt einer Wiederverwendung zukommen lassen.

 

Insbesondere die Einführung eines mengenbezogenen Abfall-Gebührensystems zum 1.1.2011 schafft einen großen Anreiz zum Abfallvermeiden. Der kostenlose Tausch- und Verschenkmarkt für die rein private Nutzung bietet dazu eine ideale Möglichkeit.

 

Die Online-Plattform, die im bundesweiten Wettbewerb „Deutschland – Land der Ideen 2009“ unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Horst Köhler ausgezeichnet wurde, ist für alle, die ein wenig Umgang mit dem Internet haben, leicht zu bedienen und hat sich bereits in mehreren Kommunen anderer Bundesländer bewährt. Dass ein solches Angebot für ein ganzes Bundesland flächendeckend angeboten wird, ist hingegen neu.