EVS stellt seit 4.März 360.000 neue Mülltonnen auf
Wichtiger Schritt zur Einführung des neuen Abfall-Gebührensystems ab 1.1.2011
Am 4. März 2010 hat der Entsorgungsverband Saar mit der Aufstellung von 360.000 neuen mit einem Identifikationschip ausgestatteten Restmüll- und Biotonnen begonnen.
Hier geht es zum Aufstellungsplan
Die aufgrund ihres Umfanges bundesweit bislang einzigartige Gefäßtausch-Aktion ist ein wesentlicher Meilenstein zur Einführung des neuen mengenbezogenen Abfall-Gebührensystems für den Restmüll, das am 1.1.2011 in den Kommunen eingeführt wird, die die Einsammlung des Abfalls über den EVS organisieren*. Bis auf St. Ingbert und Losheim, wo man sich für das Verwiegen des Mülls entschieden hat, wird auf Wunsch der jeweiligen kommunalen Räte das Leerungssystem eingeführt, bei dem die Anzahl der Leerungen starken Einfluss auf die Gebührenberechnung nimmt.
„Die „Umtauschaktion“ – die alten Tonnen müssen ja auch wieder eingesammelt werden – ist ein echter Kraftakt“, so EVS-Geschäftsführer Dr. Heribert Gisch. „Ende Juni dieses Jahres wollen wir mit der Aufstellung der neuen Müllgefäße fertig sein. Und auch die Einsammlung der alten Abfalltonnen soll zeitnah - innerhalb von 2-3 Wochen - erfolgen, um die Bürger nicht quasi mit Tonnen zuzumüllen,“ so Gisch.
Die einzelnen Kommunen werden nach und nach mit den neuen Gefäßen bestückt. Der EVS bereitet die Bürgerinnen und Bürger mit jeweils drei aufeinander folgenden Anzeigen entweder im Wochenspiegel oder – wo flächendeckend im Einsatz – im Amtlichen Mitteilungsblatt darauf vor. Unter www.evs.de wird in Kürze zudem der komplette Aufstellungsplan veröffentlicht. Auch die Einsammlung der Altgefäße wird in den Kommunen gezielt angekündigt.
Wesentlicher Grund für die Anschaffung der neuen Tonnen ist – neben der Einführung eines dann wartungsfreundlichen einheitlichen Standards - der integrierte Chip, der bei den neuen Restmülltonnen dafür sorgt, dass das Gefäß und damit die Leerungshäufigkeit bzw. das Gewicht des eingefüllten Mülls eindeutig dem Kunden zugeordnet werden kann.
Für die weiterhin 14tägige Entsorgung des Biomülls wird eine gesonderte nicht mengenbezogene Gebühr erhoben. Aus hygienischen und damit gesundheitlichen Gesichtspunkten können die Biotonnen, insbesondere in den Sommermonaten, nicht über einen längeren Zeitraum ohne Leerung bleiben. Der Chip sorgt jedoch auch hier dafür, dass nur registrierte Tonnen geleert werden.
Insgesamt können durch die Registrierung der neuen Tonnen per Chip Einnahmen in Höhe von ca. 800.000 Euro gesichert werden.
Die Zuordnung des Gefäßes zum Grundstück stellt ein seitlich an den Tonnen befestigter Aufkleber sicher, auf dem neben einem Strichcode die Adresse aufgebracht ist.
Die Immobilienbesitzer werden in der Woche vom 19.-24. April 2010 persönlich angeschrieben und um einen Abgleich der dem EVS vorliegenden Daten zu Adresse und Anzahl bzw. Größe der dort vorhandenen Gefäße gebeten.
„Korrekte Kundendaten sind das A und O für die Umsetzung des neuen Gebührensystems“, so EVS-Geschäftsführer Ecker. „Wir bitten die Angeschriebenen herzlich – nicht zuletzt im eigenen Interesse – diesen Abgleich vorzunehmen und uns auf jeden Fall Rückmeldung zu geben“, so Ecker.
Ziel der Systemumstellung ist es, Wertstoffe aus der Grauen Tonne heraus zu halten und sie einer Wiederverwertung zuzuführen. Darüber hinaus können so die Entsorgungskosten auf den Abfallanlagen reduziert werden.
Ein flächendeckendes Netz an EVS Wertstoff-Zentren, die jeweils allen Saarländerinnen und Saarländern zugänglich sein werden, wird dafür sorgen, dass jeder Bürger seine Wertstoffe wohnortnah entsorgen kann.
„Für den Bürger ist die Aufstellung der Tonnen das erste sichtbare Zeichen, dass sich etwas tut in Richtung Systemwechsel“, so EVS-Geschäftsführer Dr. Heribert Gisch. „Wir selber sind hinter den Kulissen schon seit Mitte letzten Jahres an der Arbeit.“
Künftig wird die Kundenbetreuung für die Abfallentsorgung – von Fragen zum Gebühreneinzug bis hin zu Informationen zur richtigen Mülltrennung - über das neu eingerichtete Kunden-Service-Center des EVS laufen.
Seit 1.März sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des EVS Kunden-Service-Centers im Einsatz – hoch motiviert für ihre anspruchsvolle Aufgabe.
* Saarbrücken, Völklingen, Merzig, Mettlach, Eppelborn, Lebach und St. Wendel organisieren die Einsammlung des Hausabfalls in eigener Regie.





