Nicht entleerte Mülltonnen in Saarwellingen: Veolia begeht Vertragsbruch - EVS droht mit Ersatzvornahme
Zum großen Ärger des Entsorgungsverbandes Saar als Auftraggeber und insbesondere zahlreicher betroffener Saarwellinger Bürgerinnen und Bürger hat das Unternehmen Veolia, das u.a. in Saarwellingen bis zum 30.6.2010 mit der Abfuhr der Grauen und Biotonnen sowie des Sperrmülls beauftragt war, seit rund zwei Wochen keine flächendeckenden Leerungen mehr vorgenommen.
„Da Veolia seinen vertraglichen Verpflichtungen nicht mehr nachgekommen ist, hatten wir bereits eine Ersatzvornahme auf den Weg gebracht. Die Kosten hätte Veolia zu tragen gehabt“, so EVS-Geschäftsführer Karl Heinz Ecker. „Nur dieses Druckmittel konnte Veolia dazu bewegen, uns eine nachträgliche Leerung der noch ausstehenden Tonnen bis einschließlich Samstag dieser Woche zuzusichern.“
Auch in anderen Kommunen im Landkreis Saarlouis, für die Veolia zuständig war, wurde nur noch unvollständig geleert. Auf Drängen des EVS hat Veolia selber nun ein anderes Unternehmen mit in’s Boot geholt, um die ausstehenden Leerungen vorzunehmen.
„Das hat es saarlandweit bislang noch nie gegeben, dass ein Entsorger vor Vertragsende seine Leistungen einfach einstellt“, so EVS-Geschäftsführer Dr. Heribert Gisch. „Diese Erfahrung wird sich in den Kommunen und innerhalb der Entsorgungsbranche generell rumsprechen – insgesamt eine verdammt schlechte Werbung für das Unternehmen Veolia“, so Gisch.
